Sonntagsfilm um vier

Wolken über Lützerath – Dok-Film (D, 2025), anschließend Gespräch mit dem Filmverleiher Tom Urban
Lützerath, wer kennt es nicht? Das kleine Dorf, an dem 2022 alles zusammenlief, ein kurzer Moment, in dem das ganze Land auf die wenigen Häuser, die dort lebenden Menschen und den Widerstand schauten. Doch warum?
Der Tagebau Garzweiler gehört dem Energieunternehmen RWE, das seit Jahrzehnten hier Braunkohle fördert. Eine ganze Region ist davon geprägt. Der Kohleausstieg ist längst beschlossen, den Schaufelradbaggern fehlt eigentlich die Perspektive, doch RWE sieht es anders. 2006 beginnen sie in Lützerath mit den Umsiedlungen, 2020 mit den Rohdungs- und Abrissarbeiten. Der Widerspruch ist enorm, der Widerstand auch. Lange bevor die Bagger dem Tagebau den Weg ebnen, zieht ein breites Bündnis von Aktivist*innen und Bürger*innen, in Absprache mit dem letzten Bewohner von Lützerath, in eben jenen Ort. Niemand wird hier freiwillig gehen, Lützerath bleibt.
Die Bilder des Widerstandes, der Polizei, der Bagger und des kleinen Dorfes an der Abbruchkante gehen durch die Presse, in ganz Deutschland und der Welt. Lukas Reiter hat diese Bilder auch. Doch sein Zugang ist ein anderer. Er will zeigen, was hier passiert, wie ein solcher Ort funktioniert, wie die Menschen hier leben und die Bewegung sich im Inneren organisiert. Sein Blick ist dabei so tief, so interessiert und umsichtig, dass es ihm gelingt die Bewegung – frei von Klischees und Vorbehalten – eindrucksvoll aufzufächern; nahbar, selbstkritisch und auch immer wieder mit einer Portion angenehmer Leichtigkeit. Dabei immer im Fokus: Blinker, Ronni und Kathrin – sie könnten unterschiedlicher nicht sein, sind sich in der Sache aber einig: für sie verläuft in Lützerath die 1,5 Grad Grenze.
WOLKEN ÜBER LÜTZERATH, ist ein Film über Wut, Widerstand, Hoffnung und eine Perspektive, die uns versichert: Lützi lebt, auch wenn das Dorf nicht mehr steht!
Präsentiert von Rotzfrech Cinema (D, 2025, 106 Minuten), Regie: Lukas Reiter
Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Jahresprojektes MACH WAS DRAUS – Ein umweltfreundliches Aktionsjahr des Budde-Hauses statt.
Wir empfehlen Kartenreservierungen unter Telefon 0341 90960037 oder ticket@budde-haus.de
Eintritt:
Normalpreis: 5,00 Euro
Solidaritätspreis: Freiwilliger Eintritt, der über dem Normalpreis liegt.
Bitte beachten: Keine Kartenzahlung möglich.
Einlass: ab 15.30 Uhr (freie Platzwahl)
Reservierte Karten bitte bis spätestens 15 min vor Veranstaltungsbeginn an der Tageskasse abholen.
Veranstaltungsort: Die Veranstaltung findet im Saal des Budde-Hauses (Erdgeschoss) statt.
Gastronomie: Kleines Getränkeangebot (Kasse des Vertrauens)
Förderer: Das Budde-Haus wird unterstützt vom Kulturamt der Stadt Leipzig.
Hinkommen:
mit ÖPNV: Tram 12, S-Bahn S1 und S3 bis Haltestelle „S-Bahnhof Gohlis“ (fußläufig ca. 50 m bis zum Budde-Haus)
mit Fahrrad: Fahrradständer und E-Bike-Ladestation auf dem Gelände
mit PKW: begrenzte Parkmöglichkeiten im Wohnumfeld des Budde-Hauses
Hinweis zur Barrierefreiheit: Das Außengelände des Budde-Hauses sowie das Erdgeschoss des Gartenhauses sind barrierefrei. Der Zugang zum Veranstaltungshaus ist mit Unterstützung möglich. Bitte informieren sich dafür unter Telefon 0341 90960037. Begleitpersonen von Menschen mit Beeinträchtigungen haben kostenfreien Eintritt.
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Betreiber des Budde-Hauses ist der FAIRbund e. V.
Sonntagsfilm um vier ist eine Veranstaltungsreihe des Budde-Hauses – Soziokulturelles Zentrum Leipzig-Gohlis und zeigt in der Regel vier Mal im Jahr in Kooperation mit der Dok-Film-Macherin Alina Cyranek ausgezeichnete Dokumentarfilme mit anschließendem Gespräch mit den Filmemacher*innen.
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