Sonntagsfilm um vier

GO CLARA GO – Ausgezeichneter Dok-Film (D, 2025), anschließend Gespräch mit der Regisseurin Sylvie Kürsten
Wie lassen sich die Grenzen des Sag- und Sichtbaren durch Kunst verschieben – trotz oder gerade wegen aller Widerstände? Vor gut 50 Jahren erklärte eine Handvoll Künstler:innen die einstige sozialistische Vorzeigestadt Chemnitz/Karl-Marx-Stadt zur avantgardistischen Happening-Zone. Ob stumme Performances oder Pleinairs an der See, überbordende Künstlerfeste oder kaltnadelradierte Kollektivwerke – die Künstlergruppe Clara Mosch und die genossenschaftlich organisierte Galerie Oben haben seit den 70er Jahren bewiesen, dass Kunst in der DDR frei sein kann. Und westlichen Vorbildern wie Joseph Beuys in nichts nachsteht.
Mit ihrem Dokumentarfilm „Go Clara Go: die Kunst des kreativen Widerstands“ legt die Regisseurin Sylvie Kürsten ein Ausnahmekapitel ostdeutscher Kunstgeschichte offen. Zusammen mit den Protagonist:innen von damals spürt sie der kreativen Energie dieses subkulturellen Durchlauferhitzers am sächsischen Erzgebirgsrand nach – und taucht tief ein in diese legendäre DDR-Parallelwelt, in der Kunst und Leben immer zusammen gehörten. Das zog zahlreiche Fans an, aber auch die Spitzel der Stasi. Ein filmisches Fest für die nonkonforme Kunst aus dem Osten und eine Hommage an die Heimat. Und zwar pünktlich zum europäischen Kulturhauptstadtjahr 2025, wenn Chemnitz das Kunstpublikum aus aller Welt empfängt. Trailer ansehen
Filmdauer: 93 min, Buch & Regie: Sylvie Kürsten, Produktion inselfilm (in Koproduktion mit dem Mitteldeutschen Rundfunk),
Verleih: Salzgeber
Anschließend Filmgespräch mit der Regisseurin Sylvie Kürsten.
Moderation: Alina Cyranek
Wir empfehlen Kartenreservierungen unter Telefon 0341 90960037 oder ticket@budde-haus.de
Eintritt:
Normalpreis: 5,00 Euro
Solidaritätspreis: Freiwilliger Eintritt, der über dem Normalpreis liegt.
Bitte beachten: Keine Kartenzahlung möglich.
Einlass: ab 15.30 Uhr (freie Platzwahl)
Reservierte Karten bitte bis spätestens 15 min vor Veranstaltungsbeginn an der Tageskasse abholen.
Veranstaltungsort: Die Veranstaltung findet im Saal des Budde-Hauses (Erdgeschoss) statt.
Gastronomie: Kleines Getränkeangebot (Kasse des Vertrauens)
Förderer: Das Budde-Haus wird unterstützt vom Kulturamt der Stadt Leipzig.
Hinkommen:
mit ÖPNV: Tram 12, S-Bahn S1 und S3 bis Haltestelle „S-Bahnhof Gohlis“ (fußläufig ca. 50 m bis zum Budde-Haus)
mit Fahrrad: Fahrradständer und E-Bike-Ladestation auf dem Gelände
mit PKW: begrenzte Parkmöglichkeiten im Wohnumfeld des Budde-Hauses
Hinweis zur Barrierefreiheit: Das Außengelände des Budde-Hauses sowie das Erdgeschoss des Gartenhauses sind barrierefrei. Der Zugang zum Veranstaltungshaus ist mit Unterstützung möglich. Bitte informieren sich dafür unter Telefon 0341 90960037. Begleitpersonen von Menschen mit Beeinträchtigungen haben kostenfreien Eintritt.
Weitere Kanäle des Budde-Hauses: Facebook | Instagram | Youtube | Wikipedia
Betreiber des Budde-Hauses ist der FAIRbund e. V.
Sonntagsfilm um vier ist eine Veranstaltungsreihe des Budde-Hauses – Soziokulturelles Zentrum Leipzig-Gohlis und zeigt in der Regel vier Mal im Jahr in Kooperation mit der Dok-Film-Macherin Alina Cyranek ausgezeichnete Dokumentarfilme mit anschließendem Gespräch mit den Filmemacher*innen.
Tags: Veranstaltung Leipzig, Budde-Haus, Soziokultur Leipzig, Veranstaltung Gohlis, Film, Kino, Sonntagsfilm, Dokumentarfilm, Filmvorführung, Filmgespräch, Sylvie Kürsten, Go Clara Go

